Prof. Dr. Karsten Meyer erhält 2022 Dalton Division Horizon Prize

Das Foto zeigt die Urkunde und die Trophäe des 2022 Horizon Prize.
Foto: FAU

Die Royal Society of Chemistry, der britische Berufsverband im Bereich Chemie, hat ihre diesjährigen Horizon-Preise vergeben. Diese Preise würdigen die spannendsten aktuellen Ergebnisse im Bereich der chemischen Spitzenforschung und Innovation. Die Horizon-Preise gehen an Teams oder Kooperationen, die durch bahnbrechende wissenschaftliche Entwicklungen neue Wege und Möglichkeiten in ihrem Bereich eröffnen. Einer der diesjährigen Preisträger ist Prof. Dr. Karsten Meyer, Lehrstuhl für Anorganische und Allgemeine Chemie. Prof. Meyer und Mitarbeiter wirkten am Projekt „Cu-Lighting“ mit, das in einem multidisziplinären Konzept Chemie, Ingenieurwissenschaften und Mathematik zur Entwicklung von blau- weißlicht-emittierenden elektrochemischen Zellen auf der Basis von Kupfer(I)-Komplexen vereint.

Lichtemittierende elektrochemische Zellen (LEC) erzeugen Licht aus elektrischem Strom durch ein als Elektrolumineszenz bekanntes Phänomen. LECs sind vielseitig einsetzbar und haben das Potenzial, die Kosten organischer LEDs um ein Vielfaches zu unterbieten.

2005 wurden LECs mit Kupferkomplexen erstmals entwickelt. Das Interesse an ihnen ist groß, da Kupfer eine nachhaltigere Alternative zum sehr seltenen Edelmetall Iridium darstellt, das normalerweise verwendet wird. Bisher waren diese LECs jedoch schwer herzustellen. Das „Cu-Lighting“-Team hat nun erfolgreich geeignete neue Kupfer(I)-Komplexe synthetisiert.

Das künftige Anwendungsgebiet für diese LECs ist vielfältig, z. B. in der Werkstoffindustrie oder bei der Herstellung von Lichtquellen auf Dünnschichtbasis (Optoelektronik) in der Dekoration, Etikettierung oder Medizin.

Kontakt

Prof. Dr. Karsten Meyer

Department Chemie und Pharmazie
Lehrstuhl für Anorganische und Allgemeine Chemie (Prof. Dr. Meyer)