Spiegelbildliche Lichtmodulation durch Nanoverkapselung
Ähnlich wie unsere Hände Spiegelbilder voneinander sind, kann auch Licht selbst sich spiegelbildlich oder „chiral“ verhalten. Die kontrollierte Modulation von solchen chiralen Lichtsignalen spielt eine wichtige Rolle in der Sensorik, in asymmetrischer Synthese, oder in optischer Signalverarbeitung und Informationsprozessierung. Eine neuartige Kontrolle chiraler Licht-Outputsignale – wiederum durch Licht-Inputsignale – wird durch die Nanoverkapselung von molekularen Photoschaltern ermöglicht.
Wie die Gruppe Dube an der FAU in Chem berichtet [1], lässt sich durch das Einsperren von Photoschaltern in eine kleine hohle Kapsel mit weniger als 1,5 Nanometer Durchmesser ein enorme Verstärkung des chiralen Lichtsignals erreichen. Zusätzlich kann dieses Signal nach dem Einsperren durch Bestrahlung mit unterschiedlichen Lichtfarben AN und AUS geschaltet werden. Eine zweite Kontrollebene ist möglich, indem man den Photoschalter in der Kapsel durch ein besser passendes Ammonium-Molekül ersetzt und damit ein Zurücksetzen des Systems erreicht.
Mit dieser supramolekularen Kontrolle lassen sich nicht nur neue Konzepte zu optischen Speichern entwickeln, sondern auch neue Wege zu chemischer Sensorik eröffnen.

Weitere Informationen:
[1] Chem (2026), https://doi.org/10.1016/j.chempr.2026.102953
Kontakt
Prof. Dr. Henry Dube
Lehrstuhl für Organische Chemie I

