Karsten Meyer

Prof. Dr. Karsten Meyer

Prof. Dr. Karsten Meyer (Foto: Gerd Grimm, FAU)

Prof. Dr. Karsten Meyer (Foto: Gerd Grimm, FAU)

  • Organisation: Department Chemie und Pharmazie
  • Abteilung: Lehrstuhl für Anorganische und Allgemeine Chemie
  • Telefonnummer: +49 9131 85-27360
  • Faxnummer: +49 9131 85-27367
  • E-Mail: karsten.meyer@fau.de
  • Webseite:
  • Adresse:
    Egerlandstr. 1
    91058 Erlangen
    Raum A 3.4 - 3.5

Forschungsschwerpunkt

Small Molecule Activation with Electron-Rich Metal Complexes in Sterically Demanding Ligand Environments:

Molekülstruktur (Bild: K. Meyer)

Molekülstruktur
(Bild: K. Meyer)

Die Forschungsinteressen im Arbeitskreis Meyer zielen darauf ab, Brücken zwischen der klassischen Koordinationschemie und den aktuellen Gebieten der supramolekularen, bioanorganischen und Organometallchemie zu schlagen. Dabei steht die Synthese neuer Chelatliganden und ihrer Koordinationsverbindungen mit Übergangsmetallen und Actiniden im Vordergrund. Oftmals weisen diese Komplexe ungewöhnliche Koordinationsmodi sowie besondere elektronische Strukturen auf. Dies führt zu erhöhter Reaktivität gegenüber kleinen Molekülen, die von industrieller und biologischer Bedeutung sind. Als Beispiele dafür stehen etwa organische Azide, aber auch H2, N2, CH4, CO, CO2, NOx, O2, O3, P4 usw.

Im Vordergrund unserer Forschung steht die Aktivierung dieser Moleküle sowie die Übertragung von Atomen oder Atomgruppen mit dem Ziel der Funktionalisierung wichtiger organischer und anorganischer Vorläufermoleküle. Um dieses Ziel zu erreichen, wird nicht nur die Koordinationschemie einer Reihe früher Übergangsmetalle untersucht, sondern darüber hinaus auch die weitgehend unerforschte Chemie von Urankomplexen. Einkristallstrukturanalysen werden im Zusammenspiel mit einem ganzen Arsenal an spektroskopischen Methoden wie SQUID-Magnetisierungs-Untersuchungen, EPR-, Mößbauer-, elektronischer und Röntgenabsorptionsspektroskopie dazu verwendet, die elektronischen Eigenschaften und Reaktivitäten der neu synthetisierten Spezies zu untersuchen.

Während die präparative Synthese im Mittelpunkt unserer Chemie steht, kommen zugleich moderne rechnerische Verfahren zur Anwendung, um die elektronischen Strukturen und die Ursachen für die Reaktivität der neu synthetisierten Moleküle zu ergründen. Die Mitarbeit in unserem Arbeitskreis ermöglicht es nicht nur, eine Vielzahl anspruchsvoller anorganischer und organischer Synthesetechniken anzuwenden, sondern auch Theorie und Praxis moderner Spektroskopiearten und Rechenverfahren zu erlernen.