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FAU aktuell

Anschub für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere

Dr. Rubén Darío Costa Riquelme, Postdoktorand am Lehrstuhl für Physikalische Chemie I erhält ebenfalls einen Starting Grant des Excellence Clusters Engineering of Advanced Materials. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. „Die ersten Jahre nach der Promotion sind weichenstellend“, sagt Professor Dr. Wolfgang Peukert, Koordinator des Clusters. „Die Nachwuchswissenschaftler müssen Erfahrungen sammeln, forschen, publizieren, Netzwerke aufbauen, sich etablieren. Doch bisher gibt es in dieser Karrierephase nur wenige ausgewählte Förderprogramme. Hier setzen wir mit dem EAM Starting Grant an.“

Dr. Rubén Darío Costa Riquelme (30), Humboldt-Forschungsstipendiat am Lehrstuhl für Physikalische Chemie I

Neue Materialien für die Lichtquellen der Zukunft

Neuartige Lichtquellen zu erforschen, das ist das Ziel von Dr. Rubén Costa. Sein Schwerpunkt sind lichtemittierende elektrochemische Zellen (LECs). Diese sind mit den organischen Leuchtdioden (OLEDs) verwandt, die man heute schon in vielen Monitoren findet. Solche LECs könnten zukünftig die Basis für großflächige Leuchttapeten sein. Der Vorteil ist, das LECs einfacher aufgebaut, robuster und insgesamt kostengünstiger in der Produktion sind. Teuer sind hingegen die bisherigen Ausgangsstoffe. Daher sucht Rubén Costa nach brauchbaren Materialien, die in ausreichendem Maße auf der Erde vorkommen und kostengünstig sind. Solche Stoffe tragen so exotisch anmutende Namen wie ionische Fullerene, Carbon-Nanotubes, Graphen-Quantum Dots und Porphyrine. Diese werden daraufhin untersucht, ob sie für den Einsatz in LECs geeignet sind, insbesondere für den roten Wellenlängenbereich, da es hierfür bisher noch an Lösungen mangelt.

Zur Person

Dr. Costa studierte Chemie an der Universität von Valencia, wo er 2010 bei Prof. Dr. Enrique Ortí am Institute for Molecular Science promoviert wurde. In seiner Doktorarbeit beschäftigte sich Dr. Costa mit lichtemittierenden Bauteilen auf der Basis von ionischen leitenden Metallkomplexen (iTMC). Diese finden ihre Anwendung zum Beispiel in energiesparenden Lichtquellen, die mit geringerer Spannung die gleiche Leistung wie herkömmliche Lichtquellen erzeugen sollen. 2011 erhielt Dr. Costa ein Humboldt-Forschungsstipendium, woraufhin er sich für seinen Forschungsaufenthalt für die FAU entschied. Während seines Aufenthalts am Lehrstuhl für Physikalische Chemie I bei Prof. Dr. Dirk M. Guldi möchte Dr. Costa seine Interessen im Bereich der Photochemie durch die Erforschung von organischen und anorganischen neuen Materialien erweitern.