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Intensivere Kooperation mit Downunder – Erlanger Chemiker zu Besuch in Wollongong

Neue molekulare Materialien standen im Fokus eines dreitägigen bilateralen und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Workshops am Intelligent Polymer Research Institut (IPRI) der Universität Wollongong (New South Wales, Australien), an dem elf Wissenschaftler aus dem Department Chemie und Pharmazie der FAU Erlangen-Nürnberg in der vergangenen Woche teilnahmen. Vielfältige Forschungsthemen rund um das Thema Energie wurden intensiv diskutiert. Die Themen reichten von der solaren Energieerzeugung und Photochemie über Kohlenstoffallotrope bis zur Fragestellungen der Katalyse und Wasserspaltung. Diese Themen repräsentieren einen Großteil der chemischen Forschung in beiden Institutionen, wobei sich die Aspekte der Grundlagen- und angewandten Forschung beider Partner ideal komplementär ergänzen.

„Die wissenschaftlichen und technischen Herausforderungen, auf die wir bei der Erforschung nachhaltiger Energiequellen stoßen, können nicht von einzelnen Wissenschaftlern gelöst werden“, sagten Prof. David Officer vom IPRI und Prof. Dirk M. Guldi von der FAU. Die Diskussion über verschiedene Perspektiven und Forschungsansätze sowie der Erfahrungsaustausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Erlangen aus sei, so die australischen Partner, besonders erstrebenswert, weil die Erlanger Chemie in Deutschland eine Spitzenstellung einnimmt und auch international ein hohe Sichtbarkeit aufweist.

Neben dem rein wissenschaftlichen Austausch unterstreicht der Besuch der Erlanger Delegation die Internationalisierungsbemühungen der Erlanger Chemie. Mit der Universität Wollongong (UoW) wird seit 2005 ein reger vom DAAD geförderter Studierendenaustausch für Studierende in den Bachelor- und Masterstudiengängen Chemie und Molecular Science im Rahmen des ISAP-Programms betrieben – die Fortsetzung dieses Austausch befindet sich derzeit in der Begutachtungsphase. Darüber hinaus streben die beiden Partneruniversitäten einen intensiveren Doktoranden- und Wissenschaftleraustausch, unter anderem mit dem Ziel der Ermöglichung von Doppelpromotionsabschlüssen. Die erste Doppelpromotion wird in Kürze abgeschlossen. Intensive Gespräche der Erlanger Delegation mit Vertretern der School of Chemistry und dem Vizekanzler für Internationalisierung der UoW, Prof. Joe F. Chicharo mündeten in der Zielsetzung, auch in der Graduiertenausbildung Doppelabschlüsse zu ermöglichen und den bilateralen Austausch von Studierenden weiter zu intensivieren. Die flexible und modulare Gliederung der Erlanger Graduiertenausbildung wird insbesondere für UoW-Studierende mit Honours-Abschluss vorteilhaft sein.

Das Department Chemie und Pharmazie der FAU Erlangen-Nürnberg nimmt in verschiedenen Rankings Spitzenstellungen ein. Seit Jahren gehört die Erlanger Chemie zu den Top-3-Universitäten in Deutschland im Hinblick auf Drittmitteleinnahmen und bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Die Universität Wollongong wird im QS World University Ranking 2013 und dem Times Higher Education World University Ranking 2013 unter den Top-2-Prozent Universitäten geführt.

Foto: Dozentinnen und Dozenten des Departments Chemie und Pharmazie sowie der Universität Wollongong (Bildquelle: UOW)